Zur Auflösung von Strukturen im Mikrometer-Bereich waren optische Mikroskope lange Zeit nicht geeignet. Prof. Stefan Hell vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen ist einer der Pioniere, die an hochauflösender Fluoreszenzmikroskopie forschen. Nun wird er neben den beiden Amerikanern William E. Moerner (Univ. Stanford) und Eric Betzig (Howard Hughes Medical Institute, Ashburn) mit dem Chemie-Nobelpreis geehrt. Bereits im Frühjahr 2014 hat Prof. Hell seine Forschungsergebnisse auf dem Frühjahrssymposium in Jena vorgestellt und Fragen dazu beantwortet. Er erzählte uns davon, dass lange Zeit vermutet wurde die optische Mikroskopie könne nie eine bessere Auflösung als die Wellenlänge des Lichts haben und wie sie dieses Problem mit Hilfe fluoreszierender Moleküle umgangen haben. Das Jungchemikerforum gratuliert allen Preisträgern, besonders natürlich unserem deutschen Kollegen.

Vom 5.9. bis zum 7.9.2014 haben sich die Sprecher und interessierte Mitglieder der regionalen JungChemikerForen in Stuttgart getroffen. Dem JCF Stuttgart danken wir für den herzlichen Empfang und die perfekte Organisation des Sprechertreffens. Zum Programm gehörten verschiedene Workshops zum Thema Young Spirit, Führungskompetenzen, Projektmanagement und diversen Projekten innerhalb des JCF. Ein geselliger Grillabend, ein Ausflug auf das Weindorf und eine Stadtführung machten das Treffen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Im Rahmen des Sprechertreffens stellte der bisherige Bundesvorstand seine Arbeit der letzten 6 Monate vor. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die bisherigen Bundessprecher Anna Hofmann, Konstantin Kraushaar, Christian Schaumberg, Susanne Leubner und Denise Schütz. Im Anschluss erfolgte die Wahl des neuen Bundesvortandes. Gewählt wurden Michael Linden aus Gießen, André Augustin aus Freiberg, Florian Pfeiffer aus Stuttgart, Torsten John aus Leipzig und Carmen Schrapel aus Stuttgart.

Die Aufgabenteilung und die Kontaktadressen des neuen JCF Bundesvortandes sind in der Rubrik "Vorstand" zu finden. Der neue Bundesvorstand freut sich auf die Zusammenarbeit mit allen Regionalforen und steht für alle Fragen gerne und jederzeit zur Verfügung.


Hintere Reihe v.l.n.r.: Torsten John, Christian Schaumberg, Konstantin Kraushaar, Denise Schütz und Michael Linden 
vordere Reihe v.l.n.r.: André Augustin, Susanne Leubner, Anna Hofmann, Florian Pfeiffer und Carmen Schrapel

Vom 10. bis 13. April 2014 haben sich die nationalen Vertreter der Jung-Chemiker Vereinigungen aus 18 europäischen Ländern in Bukarest getroffen. Die Themen waren die Ausrichtung des European Young Chemists' Network - EYCN, die Aktivitäten während desEuCheMS Kongresses in Istanbul, die Fortführung des Young Chemist Crossing Boarders Progamms und die Aufnahme neuer Mitgliedsorganisationen. Nochmals vielen Dank an die Societatii de Chimie din Romania, Evonik, BASF und vor allem die jungen Chemiker vor Ort.

EYCN Delegates Assembly in Bucharest

 

Für das JungChemikerForum waren die vergangenen Wochen wirklich ereignisreich. Der Auftakt war die Industrietour des JCF Bundesvorstand in dessen Rahmen Altana, Evonik, BASF, Merck und Lanxess besucht wurden. Aus den intensiven Gesprächen haben sich wiedermal viele neue Idee und Initiativen herauskristallisiert, sodass es spannend bleibt im JCF. Herzlichen Dank nochmal an alle Beteiligten. Kaum zwei Tage später durften wir auch schon unsere Gäste vom North Eastern Section Younger Chemist Committee begrüßen. Jeweils jährlich abwechselnd besuchen sich junge Chemikerinnen und Chemiker aus Deutschland und den USA gegenseitig. So kam in diesem Jahr der Bosten Lobster in Form eines Gastgeschenks nach Jena zum 16. JCF Frühjahrssymposium. Damit ist auch schon das Stichwort zum jährlichen Highlight des JungChemikerForums gefallen. Das JCF Jena hatte in diesem Jahr das Vergnügen etwa 350 junge Nachwuchswissenschaftler/-innen aus mehr als 20 Ländern an der Friedrich-Schiller Universität begrüßen zu können. Großartige Vorträge, spannende Postersessions, lebhafte Diskussionen und vieles mehr lassen sich kaum in wenige Sätze fassen. Nochmal "Hut ab" für das JCF Jena für die perfekte Organisation. Gleich am Montag folgte die Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises in den Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik. In der Chemie ging der Preis der "Kunst des Lehrens" an Prof. Thorsten Daubenfeld (seiner Zeit aktiv im JCF Kaiserslautern!). Herzlich Glückwunsch nochmals von Seiten des JungChemikerForums.

Prof. Donna Nelson

DatumOrtRaumBeginn
12.5.14: Frankfurt am Main

Otto-Stern-Zentrum
(Campus Riedberg), H3

18:15
13.5.14: Duisburg/Essen

Campus Essen,
Chemiehörsaal S07 S00 D07 

17:00
14.5.14: Kiel

Otto-Hahn-Platz 5,
Chemiehörsäle I und II

17:00
15.5.14: Dresden/Freiberg

Hörsaalzentrum,
Hörsaal 03

16:40
16.5.14: Bayreuth

Universitätsstr. 30,
Naturwissenschaften 1, H15

16:30
17.5.14: Potsdam

Campus Golm,
Haus 27, Raum 2.27.1.01

17:00

Das JungChemikerForum freut sich im Mai Frau Prof. Donna Nelson begrüßen zu dürfen. Frau Nelson fungierte als wissenschaftliche Beraterin der Kultserie "Breaking Bad" und wird auf ihrer Vortragstour durch Deutschland aufzeigen, wie man den Spagat zwischen wissenschaftlicher Exaktheit und packender Unterhaltung meistern kann. Die genauen Daten für diese außergewöhnliche Vortragstour werden in Kürze hier veröffentlicht. Bis dahin können folgende Termine schon einmal im Terminkalender markiert werden (Änderungen vorbehalten):  

UPDATE: Auf www.chemistryviews.org findet sich ein kurzweiliger Artikel passend zur Deutschlandtour von Prof. Donna Nelson.

Zwischen den Feiertagen ist in der ZEIT ein ausführlicher Artikel zur Zukunft der Wissenschaft in Zeiten der Publikationsflut und des Karrieredrucks erschienen, den es wirklich lohnt zu lesen. Klar wird dabei auch, dass eine Erneuerung der Wissenschaft nur von den aktiven Forschern selbst ausgehen kann. Umso mehr freut uns, dass unter dem Titel "Rettet die Wissenschaft" auch das Journal of Unsolved Questions (kurz: JUnQ) zu Wort kommt. Dies verdeutlicht wie Wissenschaft gerade von jungen Forschern immer wieder neu definiert wird und werden muss!

Engagierte Studierende und Promovierend der Physik bilden die junge Deutsche Physikalische Gesellschaft (jDPG). Die jDPG setzt sich aus 31 Regionalgruppen und einem Bundesvorstand zusammen und ist analog zum JungChemikerForum ebenfalls fest in ihre Muttergesellschaft integriert. Die jDPG bietet regelmäßig Exkursionen für Interessierte an, organisiert Konferenzen für Studierende und junge Wissenschaftler/-innen und setzt sich allgemein für eine lebhafte Kommunikation zwischen ihren Mitgliedern ein. Damit ergibt sich eine dem JungChemikerForum sehr ähnlich Struktur und Zielstellung, sodass eine enge Zusammenarbeit äußerst sinnvoll erscheint. Nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder gemeinsame Veranstaltungen auf regionaler Ebene gab, soll zukünftig die Zusammenarbeit weiter verstetigt und intensiviert werden. Die Regionalsprecher des JungChemikerForums haben daher Anfang September auf dem Wissenschaftsforum in Darmstadt mit großer Mehrheit beschlossen eine engere, freundschaftliche Kooperation mit der jDPG anzustreben. Auf ihrer Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag hat die jDPG nun einstimmig eine Partnerschaft mit dem JCF beschlossen.